Ewaninga Rock Carvings
Auf dem kleinen, nur sechs Hektar großen Gebiet befinden sich Felsgravierungen oder Petroglyphen, die ein wertvollen Hinweis auf die frühe Besiedlung durch das Volk der Arrente Aborigines darstellen. Inmitten einer Claypan erheben sich Sandsteinhügel, die eine natürliche Galerie bilden und Beweise einer ca. 30.000 Jahre alten aktiven Kultur liefern.
In den Sandstein sind eine Vielzahl unterschiedlicher Motive und Symbole eingraviert, die für die Arrente heilig sind. Es ist leicht, sich diesen Ort als natürliches Becken zum Auffangen des wertvollen Regenwassers vorzustellen, der die Arrente, die eigentlich Nomaden waren, dazu veranlasste, länger an diesem Ort zu bleiben. Selbst einige Zeit nach dem Regen, waren genug Wasser, Wildtiere und essbare Pflanzen vorhanden – genug Zeit um mit viel Geduld, Symbole ihres Glaubens und ihrer Lebensart in den weichen Sandstein zu gravieren. Auf unserer Reise besuchen wir diesen historischen Ort. Wir ersuchen, die Kultur und den Glauben der Arrente zu respektieren, das heißt, nicht über die Felsen zu klettern, die Gravierungen nicht zu berühren und die für Aborigines heilige Stätte in keiner Weise zu stören.
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Chambers Pillar
Chambers Pillar ist eine natürliche Steinformation die von den Forschern des 18ten und 19ten Jahrhunders als Navigationspunkt verwendet wurde. Noch heute sind ihre Inschriften sichtbar.
Diese 50 Meter hohe Sandsteinsäule im Farbenspiel des Sonnenuntergang zu sehen ist ein perfekter und unvergesslicher Einstieg in die Welt des Outbacks
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Dalhousie Springs
Ist ein großer, durch artesisches Wasser gespeister, Teich am Rande der Simpson Desert. Duch seine Temperatur von 34 -38° Celsius und sein mineralhaltiges Wasser ein idealer Badeteich zum Entspannen, man legt sich in einen der vorhanden Autoschläuche und genießt das Wasser und ein Schwätzchen mit den anderen Badenden.
Das Alter der Dalhousie Springs wird auf 1 bis 2 Millionen Jahren geschätzt und inkludiert ca. 100 individuelle Quellen – 80 davon sind noch aktiv auf einer Fläche von ca. 70km².
41 % des natürlichen Quellwassers des Great Artesian Basins kommt aus dem Bereich der Dalhousie Springs. Viele der Quellen haben eine Temperatur zwischen 30 und 46°C. Die Quellen umgiebt eine bedeutende Fauna und Flora. Sechs unterschiedliche Fischarten leben im Teich, davon sind vier davon endemisch, zusätzlich gibt es einzigartige Schnecken, Krustentiere und eine Froschart die wahrscheinlich auch einzigartig ist. Durch seine Isolation gibt es in keiner der Quellen zugewanderten Wassertiere.
1985 wurde Dalhousie Springs von der Südaustralischen Regierung gekauft um den Witjira National Park zu gründen. Dalhousie Springs ist die erste komplette Quellengruppe, die innerhalb von Australien geschützt ist.
Das das Wasser 3 Millonen Jahre alt ist merkt man nicht macht aber dann doch ein bißchen nachdenklich.
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Simpson Desert
Vor dem Jahre 1800 waren die einzigen Bewohner der Simpson Desert Aborigines. Die Wangangurru lebten in der Simpson Desert und ihr Gebiet reichte von der südlichen Wüste (wenn es genug Regen gab) bis zu einer Reihe von Quellen, wenn das Land unter der Trockenheit stöhnte. 1901 verließen die Wangangurru freiwillig die Wüste und wanderten nach Süden zur Bethesda Lutheran Mission in Killalpaninna.
1845 erforschte Charles Sturt als erste Europäer diese Wüste. Aber es dauerte bis in die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts bis sie einen Namen bekam: Der australische Forscher und Geologe Cecil Thomas Madigan benannte die Simpson nach seinem Sponsor Allen Simpson.
Im Januar 1886 besuchte David Lindsay die neun Quellen mit einem Eingeborenen vom Murraburt Well. Die Linguistin Luise Hercus, der Historiker Vlad Potesny und der Abenteurer Denis Bartels versuchten, die Quellen um 1980 umzuleiten. Möglicherweise existieren heute noch andere Quellen und Wasserlöcher. Diese Quellen oder Mikiri haben einen enormen archäologischen und palaentologischen Wert, sind extrem gefährdet und Besucher könnten sie zerstören. Der Zutritt wird nur Wissenschaftlern ermöglicht. Diese Namen der neun Quellen der Simpson Desert: Murraburt, Bilpa, Balcoora, Pudloowinna, Beelaka, Wolporican, Perlanna, Boolaburtinna und Kilpatha.
Einen weiterer interessanten Punkt sind die Approdinna Attora Knolls auf dem AAK Track. Die „Knolls“ zwei Gipsformationen waren einst die höchsten Erhebungen in der Simpson Desert. Die ersten Europäer, die die Knolls sahen waren der Forscher David Lindsay am 11. Januar 1886 während seiner Reise zu den Quellen der Wüste
Die erste erfolgreiche Durchquerung wurde 1936 von E. A. Colson durchgeführt. Das erste Auto durchquerte die Simpson erst 1962 und wurde von dem Geologen Regg Sprigg und seiner Familie gesteuert, er markierte die Route mit Stangen. 10 Monate später baute die französische Ölfirma CGG (Compagnie Generale de Geophysique) entlang der von Sprigg eingeschlagenen Stangen den ersten Weg durch die Simpson Desert, der heute unter dem Namen "French Line" bekannt ist. Diese "Strasse" ist nichts anderes als Spuren durch den Sand der 1000 Dünen und diente der Erforschung von eventuellen Öllagerstätten. Da die gefundenen Lagerstätten von zu geringer Qualität waren, wurde die Strecke gesäubert und verlassen.
1973 durchquerten Charles McCubbin und Warren Bonython die Simpson in 32 Tagen zu Fuß. Seit damals ist die Simpson Desert ein Meilenstein für alle modernen Naturforscher und Geländewagenbegeisterte. Es ist mehr als unwahrscheinlich, daß die French Line und ihre Paralellrouten (WAA-Line und Rigg Road) jemals asphaltiert werden und somit bleibt sie eines der einsamsten Naturparadiese dieser Erde.
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Dog Fence
Das längste von Menschen errichtete Bauwerk ist nicht wie viele glauben, die chinesische Mauer, sondern der Dog Fence in Australien. Diese bereits in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts errichtete Barriere sollte Queensland vor der Kaninchenplage schützen – jedoch ohne Erfolg. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde er wieder instand gesetzt und erfolgreich genützt, um die Schafherden im Süden vor den Dingoattacken aus dem Norden zu schützen. Die Service Road, eigentlich nur ein schmaler Track, führt am Zaun entlang und Rangers kontrollieren ihn regelmässig, da immer wieder Tiere wie Emus oder Kangaroos verletzt werden.
Ursprünglich hatte der Zaun eine Länge von ca. 8.500 km - heute sind aber nur noch 5.131 km intakt. Er ist bis zu 2,5 m hoch und 30 cm tief im Erdreich verankert und verläuft von Dalby ca. 200 km westlich von Brisbane in Queensland meist entlang der Grenze und danach auf einem sehr verworrenen Kurs kreuz und quer durch South Australia bis runter zur Great Australien Bight, 80 km westlich von Ceduna.
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Alice Springs
Eine Oase inmitten der Wüste, liebevoll von den Australiern „The Alice“ genannt, hat ca. 25.000 Einwohnern und ist das Tor zu Australiens Herz und Seele. Eine Stadt, voll von uralter und neuerer Geschichte mit moderner Lebensart.
Ein kurzer Streifzug durch die Geschichte der Stadt
Alice Springs liegt auf 576 Meter Seehöhe am meistens trockenen Todd River, der nur nach heftigen Regenfällen Wasser führt. 1888 wurde die Stadt vermessen und Stuart Town (nach dem Forscher John McDouall Stuart) genannt.
Die Quellen, die der Stadt später ihren Namen gaben, wurden 1871 beim Bau der transkontinentalen Telegraphenleitung von den Landvermessern William Whitfield Mills und John Ross im Todd River entdeckt. Lady Alice war die Frau von Charles Todd, dem damaligen Generalpostmeister. Erst 1933 wurde aus Stuart Town offiziell Alice Springs.
Bis zum Eintreffen des ersten „Ghan“ 1929 war Stuart Town nur ein einsamer Außenposten in den riesigen Weiten des Outbacks. Trotz der geringen Bedeutung wurde 1907 ein Gefängnis gebaut, 1914 eine Schule und die erste Inlandskrankenschwester erreichte die Stadt 1915. Stuart Town sollte ein großer Eisenbahnknotenpunkt werden aber erst 1929 erreichte der erste Ghan Alice Springs und die Bevölkerung Alice Springs stieg sprunghaft von 50 auf 467 Einwohner an.
Vor der Ankunft der europäischen Einwanderer war die Gegend um Alice Springs und der MacDonald Ranges die Heimat der Arrente Aborigines, die schon über 10 000 Jahre dort lebten – in der Old Telegraph Station wird die Anwesenheit der Ureinwohner mit den folgenden Worten dokumentiert : „….it is worth remembering that the probable occupation of this site spans 330 generations of Aborigines as well as 5 generations of Europeans…“ (…es ist wert, sich and die Benützung dieser Stätte durch 330 Generationen Aborigines sowohl als durch 5 Generationen von Europäern zu erinnern…) Die Telegraphenstation wurde 1871-72 als erstes europäisches Gebäude in Zentralaustralien gebaut und wurde 1932 geschlossen.
Die Telegraphenstation umfasst mehrere Steingebäude: das Wohnhaus des Postmeisters, das Telegraphengebäude, das Lager, eine Schmiede und mehrere Baracken, wo auch „Halbblut“-Aborigines Kinder untergebracht wurden und auch zur Schule gingen. Während des 2. Weltkrieges wurden die Gebäude als zur Unterbringung von Truppen genützt. Die 1960 renovierte Telegraphenstation ist heute ein Museum, wo man sich mit Alec, einem Zeitzeugen unterhalten kann.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Adelaide House
Das Adelaide House in der Todd Mall wurde von John Flynn, dem Gründer des Royal Flying Doctor Services, geplant und zwischen 1920-26 gebaut. Die Idee für ein Krankenhaus kam ursprünglich von Schwester Finlayson, die wie bereits erwähnt, 1915 im Zentrum ankam. Sie war entsetzt über den Gesundheitszustand der Bevölkerung. Ernsthaft kranke Patienten mussten damals auf Karren nach dem über 600 km entfernten Oodnadatta transportiert werden.
In das Krankenhaus wurde eine Art „Klimaanlage“ eingebaut, und die Wände waren bis zu 45 cm dick. Hinter dem Haus ist die Radio Hütte, wo Alfred Träger (der südaustralische Erfinder, der ein Radiogerät entwickelte, das durch die Pedale eines Fahrrades angetrieben wurde) und John Flynn ihre erste Radioübertragung 1926 machten. Heute ist das Adelaide House ein Museum mit einer interessanten Photosammlung aus dieser Zeit.
Royal Flying Doctor Basis
Am südlichen Ende der Hartley Street befindet sich die Basis der Royal Flying Doctors, die ursprünglich aus Mitteln, die von südaustralischen Frauen und den Pionierfrauen des Outbacks gesammelt wurden, finanziert. Die Basis wurde im November 1939 eröffnet und das Commonwealth Department of Health (Gesundheitsministerium) stellte einen Arzt zur Verfügung. Das Flugzeug wurde ‚Eddie’ Connelan gechartert.
John Flynn’s Grave
Das Grab befindet sich 5 km westlich von Alice Springs auf dem Larapinta Drive. John Flynn verstarb 1951 und seine Asche wurde unter dem riesigen 8.13 Tonnen schweren Granitstein (der von den „Devils Marbles“ stammt) begraben. Reverend John Flynn brachte mit seiner Spiritualität, der Medizin und dem Radio Hoffnung und Sicherheit zu den Menschen im Outback – allerdings war sein Verhalten und seine Aussagen den Aborigines gegenüber umstritten und wurde des Rassismus’ beschuldigt.
Die Residency
In den späten 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde Alice Springs für kurze Zeit (1927-1931) zum administrativen Zentrums vom „Territory of Central Australia“. Die Regierung trennte Central Australia vom Northern Territory. Während dieser Zeit wurde die Residency an der Ecke Parsons und Hartley Street gebaut.
Old Stuart Goal
Weiter oben in der Parsons Street befindet sich das Old Stuart Gaol (Gefängnis), dem ältesten Gebäude in Alice Springs. 1909 erbaut, ist es ein Denkmal der Schwierigkeiten der frühen Tage der Stadt. Das Dach wurde mit Kamelen Oodnadatta gebracht, die Gitter sind aus der heimischen Desert Oak und die Steine kamen vom Heavitree Gap. Das Gefängnis wurde 1938 geschlossen und steht heute verloren zwischen modernen Gebäuden aus Stahl, Glas und Beton.
Hartley Street School
Die alte Hartley Street Schule beherbergt heute die lokale Zweigstelle des National Trusts und wurde 1929 eröffnet Miss Pearl Burton wurde als Lehrerin angestellt.
Alice Springs Desert Park
Man sieht Pflanzen und Tiere in ihren natürlichen Lebensräumen die die aride Zone von Central Australia widerspiegeln und erfährt, wie die Menschen hier gelebt haben und die Wüste während tausenden von Jahren verändert haben. Sie sehen hier ausschließlich Tiere (Vögel, Reptilien Beuteltiere), die in diesem Bereich leben. Der Desert Park wird außerdem zur Forschung und Konservierung Australischer Wüstenpflanzen und –tiere verwendet.
Henley-on-Todd Regatta
Jeden August findet in Alice Springs die wohl ungewöhnlchste Regatta der Welt statt. Im ausgetrockneten Flussbett des Todd Rivers wird diese dieses Rennen abgehalten.
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