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Der isolierten Lage Australiens ist es zu verdanken, dass viele eigenartige Urformen der Tierwelt erhalten geblieben sind. In Australien kommen so viele seltene Tiere vor, dass man sich wundert, mit welcher Selbstverständlichkeit diese vielerorts gesehen und beobachtet werden können. Allerdings muss erwähnt werden, dass viele dieser einzigartigen Tiere gefährdet sind. Die Einbürgerung nicht heimischer Tierarten, die wachsende Landwirtschaft und das Vordringen der Zivilisation bedrohen den Lebensraum vieler einzigartiger Tiere.
Beuteltiere in Australien
Die Marsupiala (lat. "marsupium" = Beutel) stellen mit mehr als 130 Arten die größte Säugetiergruppe in Australien.
Eines der faszinierendsten Kapitel der Evolution ist wohl die durch die Isolation Australiens mögliche Entwicklung in die heute insgesamt 14 Beutlerfamilien – das Spektrum der Marsupiala reicht von baumbewohnenden Blattfressern über grabende Insektenfresser bis hin zu savannengrasenden, hüpfenden Vertreten. Die bekanntesten Tiere dieser Familie sind sicherlich das Kangaroo und der Koala.
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KANGAROO
Es gibt viele verschiedene Kangarooarten in Australien. Die unterschiedlich großen Kangarooarten haben sich den verschiedensten Lebensverhältnissen in optimaler Weise angepasst. Die kleinsten sind die Kangarooratten von nur etwa 23 cm Größe, die größten die Roten Riesenkangaroos.
Bei allen Arten werden die Jungen in einem embryonalen Zustand geboren. Nach einer Tragzeit von 30-40 Tagen kriecht ein nur etwa 1 Gramm schwerer Embryo, vom Geruchssinn geleitet, selbstständig den Bauch hinauf bis in den Beutel der Mutter. Die winzigen Jungtiere bleiben beim roten Riesenkangaroo nach dem Einnisten etwa für 235 Tage im Beutel, trinken, wachsen und werden dabei zwischen 2 und 4 Kg schwer. Erstaunlicherweise kann das Kangarooweibchen schon wenige Tage nach der Geburt wieder trächtig werden. Die Entwicklung des Keimlings in der Gebärmutter kommt aber zu einem bestimmten sehr frühen Stadium der Zellteilung zum Stillstand und wird erst fortgesetzt, wenn das andere Junge (joey) selbstständig geworden oder gestorben ist. Die Steuerung dieses Vorgangs erfolgt wahrscheinlich über die Intensität der Nutzung der Zitzen. Solange das erste Junge vorwiegend gesäugt wird, ist die Entwicklung des Nachkömmlings gestoppt. Sobald es sich überwiegend von Gras ernährt und von der Mutter unabhängiger wird, kann der zweite Keimling weiter wachsen. So kann ein Kangarooweibchen schon 4 Wochen nach Freiwerden des Beutels ein weiteres Junges gebären, ohne sich vorher erneut paaren zu müssen. Auch das Junge, das den Beutel bereits verlassen hat, wird weiterhin an den Zitzen gesäugt, die Zusammensetzung der Milch für das ältere Kind ist allerdings anders als für den Embryo im Beutel.
Riesenkangaroos können bis zu 1.60 m groß werden, ein Gewicht bis zu 70 Kg erreichen und sich in Sprüngen bis zu 10 m fortbewegen, wenn sie einer Gefahr entfliehen. Die kleineren und mittelgroßen Arten, werden in Australien als Wallaby bezeichnet. Sie erreichen nur eine Körperhöhe von maximal einem Meter bei einem Gewicht von bis zu 24 Kg. Der wissenschaftliche Name Macropodiae bedeutet "Großfüssler" und drückt aus, was die Tiere auszeichnet: kraftvolle, lange Hinterbeine und die daraus resultierende, hüpfende Fortbewegungsart. Der Kangaroobestand wird auf ca. 20 Millionen Tiere geschätzt. Um bei extremer Trockenheit zu überleben können Kangaroos im Notfall bis zu einem Meter tief nach Wasser graben. Diese Wasserlöcher bieten auch anderen Tieren eine Chance, die wasserarmen Zeiten zu überstehen. Heute gibt es durch die Viehwirtschaft beinahe überall ein Überangebot an Wasser und Kangaroos werden für die Farmer zum Problem.
Kangaroos haben keine natürlichen Feinde (ihr größter Feind ist der Mensch und sein Auto). Die Tiere sind sehr wehrhaft, daher wagen sich andere Tiere nicht heran, denn die Fußtritte der Riesenkangaroos sind präzise und mit verheerender Wirkung. Die Trockenheit der vergangenen Jahre hatte für die bei der Futterauswahl genügsamen Tiere große Auswirkungen. Bei unserem ersten Trip ins Rote Zentrum sahen wir sehr viele, dann zwei Jahre später sehr wenige, dass es schwierig war, sie unserer Tochter zu zeigen.
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Wie das Kangaroo zu seinem Namen kam – eine Legende
Am 11. Juni 1770 lief die "Endeavour", James Cooks Schiff, auf ein Korallenriff an der australischen Nordostküste auf. Captain Cook und seine Mannschaft nutzten die Zeit der Reparatur des Schiffes zur Erforschung der Landschaft und der Eingeborenen. Einige der von dieser Erkundung zurückgekehrten Männer berichteten von einem äußerst schnellen komischen Tier in mausgrauem Fell, das sich mit großen Sprüngen fortbewegte. Die Eingeborenen wurden gefragt, was das für ein seltenes Tier sei und die Antwort lautetete: "Kangaroo". Erst viel später fand man heraus, dass dieses Wort in der Sprache der Aborigines "Ich verstehe Dich nicht" bedeutet.
Das komische Erscheinungsbild der Kangaroos erregte natürlich viel Aufsehen. König Georg III. erhielt sogar ein lebendes Tier als Geschenk. Für Londoner Bürger war das kuriose, hüpfende und boxende Lebewesen vom fernen 5. Kontinent eine Sensation und der erklärte Publikums- liebling.
Seit die ersten Europäer einen Fuß auf den australischen Kontinent setzten, wurden schon einige Kangarooarten ausgerottet. Etliche weitere der kleinen Arten sind heute vom Aussterben bedroht. Dabei wird ihnen nicht nur das Bejagen durch den Menschen zum Verhängnis, sondern vor allem die Veränderung der Vegetation durch die Viehzucht und die Gefährdung durch Einwanderern eingeführten Raubtiere wie Fuchs und Hauskatze.
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KOALAS
Das weit verbreitete Wort „Koalabär“ ist irreführend, denn der Koala ist ebenfalls ein Beuteltier. Sein Aussehen macht ihn wohl zu einem der beliebtesten und bekanntesten Tiere Australiens. Das kuschelige Erscheinungsbild täuscht allerdings – Koalas haben scharfe Krallen und Zähne. Das Wort "Koala" stammt von der Sprache der Aborigines und bedeutet soviel wie "kein Wasser". Tatsächlich trinken Koalas wirklich nur sehr wenig und dösen die meiste Zeit des Tages in den Eukalyptuswäldern und sind für Besucher schwer zu entdecken. Koalas sind ausgezeichnete Kletterer und verlassen die Bäume nur selten. Der Bestand (ca. 400.000) des bis zu 60 cm großen „Nationalmaskottchens“ leidet ebenso unter dem Rückgang des natürlichen Lebensraumes und auch ihr allgemeiner Gesundheitszustand gibt Anlass zur Sorge. Rund die Hälfte der Tiere (in manchen Gebieten bis zu 80%) ist von der Infektionskrankheit Chlamydia befallen. Die Tiere erblinden oder/und werden zeugungsunfähig. Auch der zunehmende Straßenverkehr stellt eine Bedrohung dar. In Koalakliniken (z.B. Port Macquarie) versucht man, kranken oder angefahrenen Koalas zu helfen und verwaiste Tiere werden liebevoll aufgezogen um spaeter wieder ausgewildert zu werden.
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WOMBAT
Die Wombats (Vombatus ursinus platyrrhinus) sind nagetierähnliche Beuteltiere mit gedrungener Körperform, kräftigen kurzen Gliedmassen, ausgeprägtem Kopf und einem angedeuteten, rudimentären Schwanz. Ihre Schneidezähne wachsen ebenso wie bei anderen Nagern ständig nach und werden durch die ständige Abnutzung geschärft. Wombats werden bis zu einem Meter lang, ca. 20-25 cm hoch und bis zu 30 kg schwer. Ihr Lebensraum sind Wälder sowie mit Gebüsch bewachsene Gebirgslandschaften und Hügelländer. Die Plumpbeutler leben hauptsächlich in bis zu 30 m langen unterirdischen Gängen und ernähren sich von Wurzeln und Pflanzen. Die Lieblingsbeschäftigung des Wombats ist das Graben, wozu die kräftigen Vorder- und Hinterfüße ideal geeignet sind. Den Tag verbringt er zusammengerollt in seiner Schlafhöhle, die er erst in der Dämmerung zur Nahrungssuche verlässt. Während des Tages sind die Tiere eher selten zu sehen.
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KLEINBEUTLER
Australien beherbergt viele Tiere, die einem Kuriositätenkabinett entsprungen zu sein scheinen. Numbats, Bürstenrattenkänguruhs, Kaninchennasenbeutler und etliche weitere Arten sind in der Zeit nach der Landnahme der europäischen Einwanderer selten geworden oder sind inzwischen sogar vom Aussterben bedroht - sie verloren durch Rodung, Viehzucht, Zäune und importierte kleine Raubtiere in weiten Teilen des fünften Kontinents ihren Lebensraum. Kleinbeutler sind nachtaktiv. Im Desert Park in Alice Springs haben wir Gelegenheit, diese Tiere, die wir sonst nicht zu Gesicht bekämen, zu beobachten. Die meisten kleinen Beuteltiere sind menschenscheu, aber einige suchen die Nähe von kleinen Städten und Zeltplätzen und machen sich dort über die Abfälle her.
Ein Beuteltier ohne Beutel ist der Numbat, der die eigene Familie der Ameisenbeutler bildet. Er verspeist mehr als 20.000 Termiten am Tag mit seiner 10 cm langen, klebrigen Zunge, die blitzschnell in alle Winkel des Termitenhügels schnellt. Die winzigen Jungen haben keinen Beutel, sie müssen sich an den Zitzen und den struppigen Bauchhaaren der Mutter festklammern.
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Possums
Das Possum ist ein in seinem Verhalten besonders gut an Lebensbedingungen der Zivilisation angepasstes Beuteltier. Es bevölkert in großen Scharen Bäume in städtischen Gärten und Parks und nistet sich auch häufig unter Dächern und in Kaminen ein. Als Reisender trifft man die possierlichen Tierchen oft an Campingplätzen, meist sind es Vertreter der Brushtail-Possums. In der Dämmerung suchen sie nach Essbarem in den “eskis” (Kühltaschen) der Touristen. Auf Tische, Stühle oder Teller kann natürlich keine Rücksicht genommen werden - gefressen wird alles was schmeckt und erreichbar ist. Doch niemand kann den knopfäugigen Fellbündeln böse sein. Die Bilder hier sind aus unserem Backyard, wo wir eine Futterstelle einrichteten, um sie beim gemütlichen Zusammensitzen besser beobachten zu können. Mama und Baby kamen regelmaessig.
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Gleitbeutler
Beuteltiere nutzen alle Lebensräume des australischen Kontinents und obwohl es keine echten Flieger unter ihnen gibt, dringen einige mit weiten Sprüngen und Gleitflügen in den Luftraum vor. Man braucht sehr viel Glück und Geduld um nachts im Busch Riesengleitbeutler, Gleithörnchenbeutler oder den winzigen Federschwanzbeutler beobachten zu können. Gleitbeutler haben eine Art Flughaut entwickelt, mit der sie von Ast zu Ast segeln können. Kurz vor der Landung richten sie ihren Schwanz, der während des Fluges als Ruder dient, nach oben. Die Tiere leben in Gruppen in Baumhöhlen und begeben sich nachts einzeln auf die Suche nach Nektar, Pollen, Früchten oder nahrhafte Insekten.
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Nasenbeutler
Von den ursprünglich 11 australischen Arten der Nasenbeutler, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit schon 3 Arten ausgestorben und weitere 5 Arten sind gefährdet, weil sie von Haustieren und dem Menschen aus ihrem ursprünglichen Lebensraum verdrängt werden. Alle Nasenbeutler bewohnen Savannen, Halbwüsten und den Boden der Waldgebiete. Sie sind nachtaktive Einzelgänger, die sich tagsüber in ihren Nestern verstecken. Bandicoots ernähren sich mit ihrem starken Gebiss von Insekten, Larven und kleinen Wirbeltieren, aber auch von Früchten, Samen, Pilzen und Wurzeln.
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AUSTRALIENS VOGELWELT
Es gibt auf dem australischen Kontinent über tausend Vogelarten, davon 300 Papageienarten. Selbstverständlich können wir nicht alle vorstellen und möchten uns auf die konzentrieren, die wir besonders gerne mögen oder oft gesehen haben. Für Naturfotografen und Ornithologen ist Australien ein Paradies. Durch einen Wald spazieren mindestens 5 verschiedene Vogelstimmen zu hören ist alltäglich, die Stimmen dann den jeweiligen gefiederten Freunden zuzuordnen jedoch schwierig.
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KOOKABURRAS
Meine Lieblingsvögel in Australien sind die Kookaburras. Die meisten Australier haben sie auch gerne in ihrer Nähe, da sie Unmengen an lästigen Insekten und auch giftige Schlangen verspeisen. Ihr eigentümliches Gelächter schallt durch den Busch und klingt dabei einem menschlichen Heiterkeitsausbruch verblüffend ähnlich. Es ist immer wieder ein Vergnügen den Tag mit ihrem Lachen zu beginnen…. Eine Legende der Aborigines sagt, dass der Ruf des Kookaburras in der Morgendämmerung ein Zeichen an "die Himmelsmenschen" ist, das Licht der Sonne zu entfachen, und ein Signal für alle Lebewesen im Busch, mit ihrem gewohnten Tagewerk zu beginnen. Wenn Kookaburras von Raubvögeln bedroht werden, erstarren sie zum Schutz instinktiv in einer Haltung, die sie für diese fast unsichtbar machen. Eine noch schlimmere Gefahr geht von großen Waranen aus, welche die Nester aufreißen, um die Eier zu rauben oder die Jungvögel zu fressen. Obwohl sich bei so einer Attacke alle Vögel der Gruppe vereint auf den Räuber stürzen und versuchen, ihren Nachwuchs zu verteidigen, überlebt meist nur die Hälfte der Brut.
Die über 30 cm großen Kookaburras haben einen etwas gedrungenen Körperbau, einen kräftigen Schnabel, (und unserer Meinung nach ausdrucksvolle Gesichter). Sie gehören zur Familie der Eisvögel. Sie sind eine der 11 von weltweit 85 Eisvogelarten (Kingfisher) die in Australien heimisch sind, sind aber nicht von Gewässern abhängig, sondern leben bevorzugt in offenen Wäldern. Die Tiere haben relativ kleine, aber scharfen Klauen und braune Augen, die von dunklen Streifen umgeben sind. Diese Streifen mildern die Wirkung des blendenden Sonnenlichtes. Bei der Jagd greift sich der Vogel die Beute mit seinen dicken Schnabel und bringt größere Tiere erstmal auf einem Baumstumpf oder Stein in Sicherheit. Dann wird das Jagdgut mit Hilfe der sehr starken Nackenmuskulatur auf den Stein oder Ast geschlagen, um es in schnabelgerechte Stücke zu zerlegen. Tagsüber sieht man Kookaburras kaum, jedoch kann man im Wald ihr lautes Lachen hören. Ab dem späten Nachmittag begeben die Vögel auf Beutesuche. Sie lauern mit Vorliebe auf den unteren Ästen von Bäumen, die einzeln stehen bzw. sich am Wald- oder Straßenrand befinden. Von dort haben sie gute Sicht auf den Boden, wo ihnen nichts Kriechendes oder Krabbelndes entgeht. Wo die Tiere an Menschen gewöhnt sind, kann man ihnen sogar recht nahe kommen.
Kookaburras leben in Familienverbänden, in denen jede neue Generation von den Eltern und den älteren Geschwistern zusammen aufgezogen wird. Dies erhöht die Chancen, genug Futter für die Jungen zusammen zu bekommen. Die Kookaburras sind wie die meiste Eisvogelarten monogam - die Gemeinschaft kann über zwanzig Jahre andauern.
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KAKADUS
Das wahrscheinlich aus dem Malaiischen stammende Wort "Kakadu" bedeutet "Kneifzange". Dem kann ich nur zustimmen, Kakadus können ganz schön zwicken….wenn den intelligenten Tieren langweilig ist, fallen dieser Kneifzange auch schon Äste oder Fensterverkleidungen zum Opfer.
Die vielen Arten von Kakadus (groesste Papageinart des indo-australischen Gebiets) sieht und vor allem hört man auf dem gesamten Kontinent.
Die Arten die man am häufigsten zu sehen bekommt sind Gelbhaubenkakadus (sulfur crested cocatoos), Nacktaugenkakadus (Corellas), oder Galahs. Aber auch seltenere Arten wie den Inkakakadu oder den Mitchell-Kakadu kann man mit Glück beobachten. Die 11 australischen Kakaduarten erreichen eine Größe von 23 bis 66 cm. Das Federkleid der Kakadus ist weiß, rosa, grau oder dunkel. Die Besonderheit der Vögel ist der bewegliche Federschopf, der vor allem bei Aufmerksamkeit oder Aufregung aufgestellt wird. Kakadus sind sehr gesellig und veranstalten in größeren Gruppen oft einen Höllenlärm, vor allem, wenn sie sich abends auf den Schlafbäumen versammeln, oder sie am Morgen verlassen.
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LORIS
Die Papageienvielfalt auf dem australischen Kontinent ist von atemberaubender Schönheit und Vielfalt. Zu den schönsten zählen neben den Kakadus die Lorikeets und Graupapageien. Überall hört man ihr Kreischen. Die Unterfamilie der Loris umfasst mehr als 60 Arten und ihre Verbreitung reicht von Australien bis Polynesien. Sie erreichen eine Groesse zwischen 14 und 28 cm.
Rot ist wohl die häufigste Gefiederfarbe (Rotlori, Kardinallori, Erzlori), aber auch Grün (Gelbkopflori, Schönlori, Gebirgslori), Braun (Braunlori) und Schwarz (Schwarzlori) ist vertreten. Kein anderer Lori hat jedoch das farbenprächtige Federkleid des Rainbowlorikeet – er ist sicherlich einer der buntesten Vögel der Erde.
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RABENVOEGEL ODER „VERWIRRUNG IN SCHWARZ UND WEISS“
Es gibt eine Menge Vögel in Australien und viele davon sind schwarz und weiß – eine genaue Artbestimmung fällt schwer. Die schönen australischen Vogelbestimmungsbuecher bringen den Laienvogelbeobachter auch nicht weiter da die verschiedenen Arten sich oft nur in kleinen Details unterscheiden. Nur ein paar Namen, um die Verwirrung komplett zu machen…. Magpie-ark, white-winged Cough, Apostlebird, Black-backed Butcherbird, Grey Butcherbird, Currawongs, Australian Magpie, Torresian Crow, Forest Raven, Australian Raven, Little Raven und so weiter.
Einige Vogelarten kann man aber täglich beobachten. Sie sind überall zu finden – in der Stadt, im Busch oder der Wüste - und fallen durch ihre Größe oder ihren Gesang auf. Magpies, Currawongs und Butcherbirds.
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LYREBIRD – EIN BODENBEWOHNER
Der Leierschwanz wie der Vogel auf Deutsch heißt, ist ein Meister der Imitation. Wenn man Geräusche hört, die an Maschinenrasseln oder Autohupen erinnern, kann man davon ausgehen, den Ruf eines Lyrebirds zu hören. Bei einer unserer Touren in den Blue Mountains wurden wir auf seltsame, nicht in den Wald passende Geräusche aufmerksam. Wir fragten unsere Freunde und diese identifizierten die Laute als den Ruf des Lyrebirds. Der Lyrebird ist ein Bodenbewohner und hat eine bräunliche Tarnfarbe. Das ist wohl auch der Grund, warum wir ihn nicht sehen, sondern nur hören konnten. Die Neugier plagte und das Vogelbestimmungsbuch wurde zu Rate gezogen. Der Vogel hat die Grosse eines Fasans und der prächtige Schwanz des Männchens wird bis zu 60 cm lang. In der Balz beugt das Männchen die Schwanzfedern über den Körper und stimmt sein Gesangsrepertoire an, in das er auch die oben erwähnten Geräusche und andere Vogellaute einbaut. Nach dem Schlüpfen des einzigen Jungen wird das Nest geschützt indem der Kot, der Nesträuber auf die Spur einer schmackhaften Mahlzeit bringen könnte, weggeschafft und woanders vergraben.
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SITTICHE
Rosellas oder Pennantsittiche haben eine Grosse von 33-36 cm. Sie bewohnen Wälder und Küstengebirge bis zu einer Höhe von 2000 m. Die Vögel fressen Insektenlarven und lieben Obst. Sie „überfallen“ gerne Obstplantagen, um Äpfel, Birnen, Kirschen und andere Früchte zu fressen daher ist ihr Beliebtheitsgrad bei den Farmern nicht gerade hoch.
Wellensittich und Nymphensittich
Eines der beliebtesten europäischen Haustiere stammt ursprünglich aus Australien – der Wellensittich. Man findet sie in Trockengebieten und Eukalyptuswäldern. Sie sind Nomaden ohne festes Revier und ziehen dem Regen und damit dem frischen Grass hinterher. 1840 wurden die ersten Vögel nach Europa gebracht und eroberten die Herzen von Kindern und Erwachsenen. Die Farben, die wir heute bei den Wellensittichen kennen, wurden erst durch kommerzielle Züchtung möglich. Die Verwandten unserer gefiederten Freunde haben in ihrer Heimat alle eine hellgrüne Färbung, werden bis zu 18 Jahre alt und sind an ein Leben unter extremen Bedingungen gut angepasst. Sie legen Hunderte Kilometer (mit einer Geschwindigkeit bis zu 120 km/h) zurück, um an Wasserstellen zu gelangen. Wellensittiche werden Budgies genannt. Dieses Wort leitet sich vom Aborigines Begriff betcherrygah ab und bedeutet soviel wie „gutes Futter“ – Wo Budgies sind, gibt es frisches Grün.
Die Nymphensittiche kommen ebenfalls aus Australien und wurden 1845 nach Europa gebracht.
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RAUBVÖGEL
Es gibt zahlreiche Raubvögel - Birds of Prey - in Australien. Wenn man unterwegs ist kann man mit ziemlicher Sicherheit einige entdecken. Raubvögel übernehmen eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes der Natur, da Aas, kranke und schwache Tiere zu ihrer Nahrung gehören. Wedge Tailed Eagles (Keilschwanzadler) und Schwarzmilane gehören zu den häufigsten Greifvögeln in Australien und können im Outback sogar in großen Gruppen beobachtet werden.
Die Weibchen der Wedge Tailed Eagle erreichen eine Größe von bis zu 1 m. Der Keilschwanzadler ist der größte Greifvogel Australiens. Ein braunschwarzer Vogel mit einer gigantischen Flügelspannweite bis zu 2,5 Metern. Das Federkleid dunkelt mit dem Alter des Vogels nach. - Je älter, um so dunkler. Im Outback sieht man ihn oft am Straßenrand, wo er sich zusammen mit anderen Raubvögeln an überfahrenen Tierkadavern labt. Er flieht meist als letzter vor den Autos.
Milane oder Kites, wie sie in Australien heißen, sind im Outback weit verbreitet.
Habichte (Goshawks) sowie die Falkenarten Australian Kestrel, Australian Hobby und die Schwarzschulter-Falken findet man auf dem gesamten australischen Kontinent.
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EMU
Emus (dromaius novaehollandiae) sind ein reiner Laufvögel und können bis zu 2 m hoch und 55 kg schwer werden. Sie erreichen eine Geschwindigkeit bis zu 50 km/h und können erstaunlicherweise auch gut und ausdauernd schwimmen. Emus sind nicht verwandt mit dem afrikanischen Strauß, auch wenn sie so ähnlich aussehen. Ihr nächster Verwandter ist der Kasuar. Aus den ehemals flugfähigen Tieren wurden in der australischen Isolation am Boden lebende Laufvögel. Die Flügel sind zu kurzen Stummeln verkümmert.
Der beste Papa der Welt… Emuweibchen halten nicht viel von Partnerschaft: sie sucht sich den Partner aus, legt nach der Begattung die Eier in das vom Männchen gebaute Nest und sucht flugs das Weite. Das Männchen ist nun alleine für das Ausbrüten der dunkelgrünen Eier verantwortlich. Im Nest liegen fünfzehn bis fünfundzwanzig riesige (650 Gramm schwere) Eier. Das Männchen muss sie nun acht bis zehn Wochen lang bebrüten – die Emudame hat keinerlei Interesse an den Eiern. Nach dem Schlüpfen kümmert sich nur das Männchen um die Jungen.
Bei Fahrten durch das Outback ist es immer wieder erstaunlich, in welchen Gegenden man noch Emugruppen trifft. Sie legen oft riesige Distanzen zurück, um genügend Futter zu finden.
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SCHNABELTIER
Ein "lebendes Fossil" ist das Schnabeltier Ornithorhynchus. Es gibt für diese Bezeichnung keineswegs eine allgemein anerkannte oder wissenschaftlich begründete Definition, das war schon zu Darwin's Zeiten so. Das Schnabeltier gehört zusammen mit dem Echidna zu der kleinen Gruppe der Eier legenden Säugetiere (Monotremata). Der Platypus kommt heute nur noch in sehr kleinen Populationen endemisch in Australien vor und ist leider vom Aussterben bedroht. Im Aquarium von Sydney kann man die flinken Schwimmer sehr gut beobachten. Das Schnabeltier wühlt den Grund der Suche nach Nahrung auf während es sich im Becken bewegt.
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ECHIDNA
Der Stammbaum reicht mehr als 150 Millionen Jahre zurück. Schon damals stöberten Echidnas (Ameisenigel) nach Insekten, Schnecken und anderen Kleintieren.
Ihr Körper ist mit dicken Stacheln bedeckt und die röhrenförmige Schnauze sieht wie ein Schnabel aus. Daher kommt auch der andere Name für den Echidna: Schnabeligel. Der Echidna hat eine Länge von mehr als 40 cm. Sie haben keine Stimme, nur manchmal kann man ein Schnaufen oder Prusten hören.
Mit ihren scharfen Krallen können diese Tiere gut graben und ihre ist erstaunlich. Bei der Nahrungssuche kann er Steine zur Seite wälzen, die doppelt so groß und schwer sind wie er selbst. Sein Lebensraum erstreckt sich bis in Höhen bis zu 2500 m.
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REPTILIEN
Zu den in Australien lebenden Reptilien gehören zwei Krokodilarten, von denen die kleinere, das Australienkrokodil, in den Süßgewässern des Binnenlandes lebt. Das größere Leistenkrokodil ist in den Sumpf- und Mündungsgebieten an der Nordküste heimisch und kann eine Körperlänge von über sechs Metern erreichen. Es kann für den Menschen gefährlich werden, und mancher hat diese Begegnung mit dem Leben bezahlt.
Zu den zahlreichen anderen Echsenarten gehören Geckos, Skinke, Agamen und Warane, darunter auch der Riesenwaran. Zu den eher seltsam anmutenden Tieren gehört die Kragenechse, die erst als Drohgeste ihren Hautkragen aufstellt, um danach mit unglaublicher Geschwindigkeit wegzulaufen. Oder der Thorny Devil (Dornenteufel) mit stachelartigen Auswüchsen am ganzen Körper.
Ferner umfasst die australische Fauna 100 Arten von Giftschlangen, von denen die gefährlichsten der im Norden des Landes heimische Taipan und die Todesotter sind. Auch die Brown Snake, die Tigerotter, der Kupferkopf und die Schwarzotter sind Giftschlangen.
Doch keine Angst, Schlangen reagieren meist mit Flucht auf Menschen. Nur wenige können dem Menschen wirklich gefährlich werden. Auf dem Fünften Kontinent werden jährlich ca. 3.000 Menschen von Schlangen gebissen, nur wenige Opfer erleiden jedoch eine ernsthafte Vergiftung. Fortgeschrittene Erste-Hilfe-Techniken und wirksame Gegengifte verhüten fast immer das Schlimmste.
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DINGO
Der australische Wildhund ist der Dingo, der vermutlich von den Ureinwohnern nach Australien eingeführt wurde. Im Laufe der Jahre wurde er immer weiter ins Landesinnere zurückgedrängt. Er kann nicht bellen und ist meist recht scheu. Manchmal kann man ihn auf Campingplätzen beim Durchstöbern von Abfalleimern beobachten. Der Dingo kommt in New South Wales und im südlichen Südaustralien auf Grund des Dingo-Zaunes nicht vor. Ein Nebeneffekt des Zaunes ist aber auch, dass hier eine vergleichsweise reiche Tierwelt mit einheimischen Tierarten bewahrt werden konnte. Sein Nicht-Vorhandensein hat beispielsweise auch Tasmanien und Kangaroo Island eine reiche Tierwelt an einheimischen Gattungen bewahrt.
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Unter Wasser
Auf keinen Fall darf die Unterwasserwelt Australiens vergessen werden. Auf Tauch- und Schnorchelsafaris am Great Barrier Reef und am Ningalloo Reef (Westaustralien) kann man einen Eindruck von der unglaublichen Artenvielfalt an Fischen und Pflanzen bekommen. In den Gewässern um Australien leben eine Vielfalt unterschiedlicher Fischarten und Meeressäuger. Jährlich kann man im Süden Wale beobachten, auf den Inseln im Süden sowie in Tasmanien kommen Seehundkolonien vor. In den nördlichen Gewässern gibt es in großen Zahlen Dugongs (Gabelschwanzseekühe), Trepangs (Seewalzen), Rochen und Birnschnecken, essbare Fische und Schalentiere in großen Populationen, Austernkolonien, Seeohren (Abalone) und Krebstiere …..
Der Lungenfisch von Queensland gehört zur ältesten australischen Tierart. Seine Entwicklungsgeschichte reicht auf die Zeit noch vor der Entstehung von Gondwanaland zurück. Dieses "lebendige Fossil" atmet über die Lunge und nicht wie andere Fische über Kiemen.
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INSEKTEN
Auch im Bereich der wirbellosen Tiere gibt es u. a. bei Insekten, Spinnen und Erdwürmern eine Vielfalt von Arten, deren Entwicklung noch vor der Entstehung von Gondwanaland erfolgte. Die meisten Insektenarten aus dieser Evolutionsperiode sind in Australien anzutreffen und umfassen Fliegen, Käfer, Schmetterlinge, Bienen und Ameisen. Die Riesentermiten im Norden von Australien bauen gewaltige Termitenhügel, die eine Höhe von bis zu sechs Metern erreichen können. Erdwürmer kommen in großer Vielfalt vor; besonders auffällig sind die Riesenwürmer in Victoria, die mit einer Körperlänge von 0,9 bis 3,7 Metern die größten der Welt sind. Viele australische Spinnenarten sind giftig, so auch die weitläufig bekannten Trichternetzspinnen und Rotrückenspinnen.
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TERMITEN
Wenn man im tropischen Norden Australiens unterwegs ist, dann fallen vor allem die im Verhältnis zur Körpergröße riesigen Bauten der Termiten auf, die überall umher stehen. Es gibt ja nach Lage und Termitenart sehr unterschiedliche Formen. Spitze Türme, flache Fladen, oder einen Wald aus steilen, nadelförmigen Bauten. Je nach Bodenbeschaffenheit und Lage sind sie hellbeige bis dunkelrot und können in tropischen Regionen weit über 5 Meter hoch sein. In manchen Gebieten des Outbacks stehen die “Burgen” sehr dicht, an anderen Orten sind sie weit voneinander entfernt. Termiten leben aber nicht immer in Hügeln, es gibt auch baumbewohnende Arten. Eine australische Besonderheit sind die Kompasstermiten im Litchfield National Park, die ihre Hügel exakt nach dem irdischen Magnetfeld auf den Sonnenstand ausrichten, um die richtige Temperatur im Inneren der Bauten zu garantieren.
Termiten ernähren sich von Zellulose und vom Lignin heruntergefallener Blätter und Überresten toter Bäume.
Übrigens: In Australien verdankt man den Tierchen und ihrer stammaushöhlenden Tätigkeit die Grundlage für die Didgeridoos, die von den Aborigines angefertigt werden.
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